Fachtag: Schnittstellen gestalten – Psychische Gesundheit und Radikalisierung

Vernetzung von Psychotherapie und Distanzierungsberatung

am 3. November 2026 von 10 bis 16 Uhr im Erbacher Hof in Mainz 
(Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz)


Angriffe und Anschläge sorgen regelmäßig für Aufsehen. Dabei wird schnell die Frage gestellt, ob die Taten von politisch- oder religiös-begründetem Extremismus motiviert sind oder die Ursachen in einer psychischen Erkrankung zu suchen sind. Psychische Erkrankungen führen nicht zwangsläufig zu Radikalisierung bzw. Extremismus. Radikalisierungsprozesse sind vielschichtig und entstehen durch das Zusammenwirken verschiedener individueller, sozialer und gesellschaftlicher Faktoren. Psychische Belastungen können dabei in einzelnen Fällen eine Rolle spielen, ohne dass sie Radikalisierung voll ursächlich erklären oder verursachen. Liegen psychische Belastungen bei Klient:innen der Distanzierungsberatung vor oder gibt es bei Patient:innen der Psychotherapie Anzeichen von Radikalisierung, ergeben sich vielschichtige, die eigenen Kompetenzen übersteigende Herausforderungen. Es besteht die Notwendigkeit der Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen.

Wie können Psychotherapie und Distanzierungsberatung gemeinsam dazu beitragen, Menschen mit so gelagerten und weiteren komplexen Problemlagen wirksam zu unterstützen? Welche Zuständigkeiten bestehen, wer sollte wann involviert werden? Und wie kann eine gelingende Zusammenarbeit an den Schnittstellen der verschiedenen Hilfesysteme aussehen? 

Ausgehend von diesen Fragen bzw. Herausforderungen sucht der Fachtag Möglichkeiten die Schnittstellen zu gestalten. Ein großes Anliegen ist es, Raum für interdisziplinären Austausch zu schaffen. 

Freuen Sie sich auf praxisnahe Vorträge, spannende Diskussionen und die Vernetzung mit Expert:innen aus Psychotherapie, Psychologie, Sozialer Arbeit und Distanzierungsberatung. 


Zielgruppe: Der Fachtag richtet sich insbesondere an Therapeut:innen, Psycholog:innen und Psychiater:innen, ebenso an Fachkräfte in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, den schul-psychologischen Dienst sowie psychologische Fachkräfte in Haftanstalten. Akteur:innen im Kontext der Extremismusprävention sind ebenfalls eingeladen, die genannten Schnittstellen mitzugestalten. 

Die Anerkennung von Bildungspunkten ist beantragt. Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei.

Der Fachtag wird vom Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz veranstaltet mit Unterstützung des psychotherapeutisch-psychiatrischen Beratungsnetzwerks nexus. 

Die Veranstaltungsseite wird fortlaufend aktualisiert. 

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