Utopie-Werkstatt: Unsere Zukunft gemeinsam demokratisch gestalten!

Nachrichten heutzutage zeigen vor allem Krisen: der menschengemachte Klimawandel, Kriege, sowie Demokratiefeindlichkeit. Im Persönlichen zeichnet sich insbesondere bei Jugendlichen ein Anstieg psychischer Erkrankungen ab, mentale Belastungen steigen – wie beispielsweise Befragungen der UNICEF belegen (vgl. UNICEF-Befragung: Jugendliche blicken pessimistisch auf die Zukunft Deutschlands und der Welt, 2025). Krisenzeiten sind geprägt durch verschiedene Fragen wie: Warum ist alles so, wie es ist? Wie wollen wir zusammenleben? Kann ich etwas tun? Wofür lohnt es sich, mich zu engagieren?

Der Alltag lässt selten Zeit zum Nachdenken über gesellschaftliches Zusammenleben. Die Utopie-Werkstatt gibt jungen Menschen zwei Tage, um zu erfahren, dass demokratisches Zusammenleben gestaltbar ist und sie gemeinsam aktiv Einfluss nehmen können. Darüber hinaus wollen wir:

  • ihre Bedürfnisse entdecken.

  • herausfinden, was sie in ihrem Alltag stört.

  • uns in einen utopischen Raum eindenken.

  • konkret erarbeiten, was anders sein könnte und wie man das gestalten kann.

Fragen, die wir bearbeiten:

  • Wie wollen wir zusammenleben – in der Schule, unserer Nachbarschaft, unserem Land und auf der Welt?

  • Welche Bedürfnisse habe ich – und wie können wir unser Zusammenleben so organisieren, dass möglichst viele Bedürfnisse befriedigt werden?

  • Wie können wir unsere Zukunft aktiv gestalten und welche Rolle kann ich dabei spielen?

  • Was war früher Utopie und ist heute Normalität?

Basierend auf dem Konzept der Zukunfts-Werkstatt (Kuhnt/Müller, 1996) durchlaufen wir drei Phasen

  1. Kritikphase: Was stört mich an unserem gesellschaftlichen Zusammenleben?

  2. Phantasie- und Utopiephase: Wie könnte eine ideale Welt ohne die hemmende Realität von Geld, Macht, Normen, Gesetzen oder historischen Konflikten aussehen? Träume und Phantasien können ungebunden zum Ausdruck kommen.

  3. Praxisphase: Projekte für unsere Welt entwickeln: Welche Teile meiner Utopie können hier konkret real werden? Ist meine Utopie für alle Menschen gerecht?

Im Anschluss werden wir einen Raum schaffen, sich mit konkreten utopischen Initiativen in Rheinland-Pfalz und Deutschland zu beschäftigen und zu recherchieren, ob es in unmittelbarer Umgebung Projekte gibt, in denen Jugendliche und junge Erwachsene aktiv werden können. Gemeinsam wollen wir eine Landkarte erarbeiten und Projekte skizzieren, die wir mit den Jugendlichen erarbeitet haben.

Die pädagogischen Lernziele orientieren sich an den Zielen des Bundesprogramms Demokratie Leben!

Dauer: 2 Tage á 5 Stunden
Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene, 14–29 Jahre
Preis: 1.000€ zzgl. Fahrtkosten (Fördermöglichkeiten in Rheinland-Pfalz auf Anfrage möglich)

Verfügbar ab Juni 2026

Kontakt und Buchung:

planspiel(at)lsjv.rlp.de