„Antisemitismus heute: Gegenstrategien, Bildung und Intervention in polarisierten Zeiten“
Fachtag am 26. November 2026 von 10 Uhr bis 16 Uhr im Bürgerhaus Finthen (Am Obstmarkt 24, 55126 Mainz)
Der Fachtag widmet sich der Frage, wie tragfähige und wirksame Gegenstrategien im Umgang mit Antisemitismus in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft gestaltet werden können. Im Fokus stehen Ansätze aus politischer Bildung, Beratung und Präventionsarbeit sowie deren Möglichkeiten und Grenzen in der Praxis. Fachliche Impulse beleuchten aktuelle Konzepte und Strategien auf Landesebene, vertiefen zentrale Begriffe und eröffnen Perspektiven auf diskriminierungskritische Bildungsarbeit. Ein interaktives Podiumsgespräch bringt unterschiedliche Handlungsfelder zusammen und lädt dazu ein, Erfahrungen, Herausforderungen und Gelingensbedingungen gemeinsam zu diskutieren.
Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus Bildung, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Beratung, die ihre Handlungssicherheit stärken und sich fachlich austauschen möchten. Neben inhaltlichen Beiträgen bietet die Veranstaltung Raum für Vernetzung und kollegialen Dialog.
Programm
Tagesmoderation: Sebastian Hebler (Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz)
09:30 Uhr: Ankommen
10:00 Uhr: Begrüßung und Eröffnung
10:20 Uhr: Landeskonzept „Gemeinsam handeln für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ der Landesregierung RLP von Monika Fuhr, Beauftragte des Ministerpräsidenten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen Rheinland-Pfalz
10:50 Uhr: Impulsvortrag “Antisemitismus definieren” von Dr. Tom Uhlig (Hochschule RheinMain)
11:45 Uhr: Aktivierung zur Reflektion von Antisemitismus durch Sofia Gall (Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz)
12:15 Uhr: Mittagspause mit Markt der Möglichkeiten zum Kennenlernen von Projekten
13:15 Uhr: Impulsvortrag “Institutioneller Antisemitismus im Kontext Schule - Praktiken, biografische Erfahrungen und Interventionen” von Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai (Professur für Sozialwissenschaftliche Antisemitismusforschung Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Universität Tübingen)
Öffentliche Schulen sind Orte, an denen sich antisemitische Praktiken formen und zugleich Orte, an die hohe Erwartungen hinsichtlich der Intervention gegen Antisemitismus gerichtet werden. Auf der Grundlage einer fünfteiligen Bundesländerstudienreihe zum Umgang mit Antisemitismus im Kontext verschiedener Schulformen werden institutionelle Praktiken, biografische Erfahrungen Bedarfe und Ansatzpunkte aufgezeigt und diskutiert.
13:50 Uhr: Impulsvortag von Fadl Speck (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus Berlin)
Titel und Beschreibung für Vortrag von Fadl Speck folgen.
14:20 Uhr: Kaffeepause
14:45 Uhr: Podiumsgespräch mit Monika Fuhr (Beauftragte des Ministerpräsidenten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen Rheinland-Pfalz), Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai (Universität Tübingen), Fadl Speck (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus Berlin), Michal Schwartze (Keshet Rhein-Main), Kathrin Künstler (Referatsleitung Gedenkarbeit Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz) sowie eine Person von Hinenu - jüdischer Studierendenverband Rheinland-Pfalz/Saarland.
Moderation: Pia Hartmann (Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz)
15:55 Uhr: Offene Fragen und Verabschiedung
16:00 Uhr: Ende des Fachtages
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch!
Für koscheres Mittagsessen und Getränke ist gesorgt.